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24. Accessibility-Stammtisch - kurz zusammengefasst

Am 21. April präsentierte Wolfram Huber von web-tech coaching Idee und Rohentwurf zu einer Accessibility-Plattform.

Die Ausgangslage

Seit Ende 2008 sind die überarbeiteten Richtlinien der WCAG 2.0 vorhanden und auch auf deutsch übersetzt. Jedoch ist weiterführende Literatur weitgehend nur auf Englisch verfügbar.

Das Bewusstsein für Accessibility sowohl bei Behörden als auch bei Privatanbietern ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen und ebenso die Bereitschaft, sich mit diesem Themenkomplex auseinander zu setzen. Es fehlen aber praktische Anleitungen zur Umsetzung und auch die Recherche ist nicht ganz einfach.

Auch CMS bieten inzwischen etliche Themes an, die tabellenfrei und besser für Accessibility anpassbar sind als noch vor etlichen Jahren. Änderungen und individuelle Anpassungen sind aber dennoch notwendig. Beispielsweise fehlen detaillierte Hinweise zum barrierefreien Einbau von Videos etc.

Die Zielsetzung

Angedacht ist der Aufbau einer Wissensplattform zum Thema Accessibility mit stark User Generated Content - also ein “Mitmach-Web”.

Wolfram Huber stellte einen 1. Rohentwurf mit vorerst 7 Menüpunkten vor, weist aber ausdrücklich darauf hin, dass es sich um einen Entwurf, also eine Diskussionsgrundlage handelt.

Accessibility

Neben Frage- und Kommentar-Möglichkeit könnte in diesem Bereich eine “Kategorisierung” der einzelnen Erfolgskriterien der >WCAG 2.0 angeboten werden. Auf diese Weise könnte ein Online-Redakteur oder Grafiker die für seinen Part des Webprojekts relevanten Punkte leichter auffinden.

Usability

Es gibt zahlreiche Überschneidungen und Gemeinsamkeiten zwischen Usability und Accessibility. Hier könnten Basisinformationen ebenso enthalten sein wie Evaluierungs-Werkzeuge zur Benutzerfreundlichkeit.

Best Practise

Das Einstellen von Best-Practise-Beispielen, ob nun als Gesamtprojekt oder zu einem einzelnen Punkt (z.B. besonders gut gelungene Gebärdensprach-Videos), könnten hier gelistet und auch kommentiert werden.

CMS

Neben der Auflistung der geeigneten Themes sowie Hinweise auf gut bedienbare Editoren könnten in diesem Bereich auch Test-Berichte zum jeweiligen Backend von CMS eingestellt werden.

Evaluierung

Keineswegs fehlen darf eine Auflistung nützlicher Werkzeuge, von der Web Developer Toolbar bis hin zum Color Contrast Analyser oder der Beschreibung, wie man Tastatur-Tests durchführt.

Mash-Ups

Die Einbindung von Flickr, Twitter, YouTube, Facebook & Co könnte die Plattform nicht nur inhaltlich bereichern, sondern auch zu einem wichtigen Vernetzungsinstrument werden.

In der sehr konstruktiven Diskussionwart herauszuhören, dass die Teilnehmer die Idee zu dieser Plattform durchaus positiv sehen; etwa die Hälfte der Anwesenden kann sich auch gut vorstellen, hier mitzuwirken.

Ein Thema, das durchaus unterschiedlich gesehen wird, ist die Frage, ob bei User Generated Content die Qualität gehalten werden kann.

Auch die Vor- und Nachteile der Kombination einer Wissensplattform mit einem Geschäftsmodell werden andiskutiert. Naturgemäß kann in diesem frühen Stadium aber noch kein Konsens über Details stattfinden, was auch gar nicht beabsichtigt war.

Die nächsten Schritte

In den nächsten Tagen wird die Domain www.accessibility.at frei geschaltet und die Informationen an all jene Personen versandt, die auch die Einladung zu unseren Stammtischen erhalten. Ab diesem Zeitpunkt ist bereits eine Registrierung möglich.

Persönliches Fazit

Gemessen an den vielen oft recht unausgegorenen Ideen mit den üblichen Konjunktiven “da müsste man …” “… man sollte …” empfand ich sowohl Idee als auch Vorarbeit inklusive der vorgestellten Projektidee als eine äußerst fundierte Basis. Dementsprechend motiviert und engagiert reagierte auch das Publikum. Auch wenn Rechtsform, Trägerschaft und Inhaltsaufbereitung noch ungeklärt sind, ist bereits in diesem frühen Stadium das Potenzial eines solchen Netzwerks zu spüren.

Jetzt kommt es darauf an, beim “Mitmachweb” auch mitzumachen!

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