7. Accessibility-Stammtisch - kurz zusammengefasst
Etwa 30 InteressentInnen trafen sich am 14. Jänner zum 7. Accessibility-Stammtisch bei der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs.
Erfahrungen mit anderen teilen
Michael Rederer, Verantwortlicher für den Web-Auftritt der Stadt Wien, weiß um die zahlreichen Vorurteile genau Bescheid, wenn es um die Umsetzung der Barrierefreiheit geht, aber er weiß auch, wie man die Menschen von der Notwendigkeit für alle zugänglicher Webseiten überzeugt.
Eines steht für Michael Rederer fest: “Je früher Barrierefreiheit in der Projektplanung verankert wird, umso weniger Diskussion wird es darüber geben und umso geringer wird der Aufwand für alle Beteiligten.” Das klingt banal”, fügt er noch hinzu, “aber man muss es einfach machen.”
Mehr über die Entwicklung des Webauftritts unserer Bundeshauptstadt, wie sie Michael Rederer in seinem Referat skizziert, können Sie bei BIZEPS-INFO nachlesen.
Ständig am Ball bleiben
Auf etlichen Webseiten ist zu lesen, dass man die WAI-Richtlinien, Level A, AA oder AAA umgesetzt hat. Auf wien.at sind solche Selbsteinschätzungen nicht zu finden. Hier weiß man eben, dass es 100% Barrierefreiheit nicht gib, weil es sich dabei nun mal um keinen Status, sondern einen Prozess handelt - und weil den BesucherInnen mit einer Absichtserklärung nicht gedient ist.
Darum gibt es auf wien.at als Ergänzung zu den regelmäßig selbst durchgeführten Tests auch die Möglichkeit für BesucherInnen, auf Barrierefreie Stadt auf den Seiten entdeckte Mängel an die richtige Stelle zur Behebung weiterzuleiten.
Mit dieser praxisorientierten Methode der internen Qualitätskontrolle durch Tests und der kundenfreundlichen Möglichkeit, Mängel selbst melden zu können, könnte auch das ausgeklügeltste und teuerste Zertifizierungsmodell nicht mithalten.
Die Informationsveranstaltungen “Accessibility Stammtisch” wird vom Bundessozialamt Landesstelle Wien aus Mitteln der Beschäftigungsoffensive der österreichischen Bundesregierung gefördert.